Einst waren unsere Ahnen Hauskätzchen. Doch sie hatten Kriegerblut in sich. Ihre Instinkte zogen sie in die Wildnis, ihre Pfoten kribbelten bei den Gedanken an Abenteuern und so bildeten sich wahrlos zusammengewürfelte Katzengemeinschaften. Eine besonders große machte sich auf eine weite Reise. Sie wollte ins Land der Sonne, dort wo die Sonne in der Dämmerung die Berge streift. Sie wollten in ein Land des Friedens, ohne Zweibeiner, dort wo sie bei ihren Ahnen wandeln und wachen konnten. Doch sie kamen nicht so weit. An einem großen See mit steilen, grauen Klippen, schäumender Gischt, tiefen Wäldern und weiten Wiesen entbrandete ein großer Streit. Die Gemeinschaft spaltete sich in zwei Gruppen. Diese zwei Gruppen zogen sich in jene Gebiete zurück, in denen sie sich am wohlsten fühlten. Eine Gruppe ging in den tiefsten Wald und lernte im Dickicht zu leben. Die zweite Gruppe zog sich zu den weitläufigen Wiesen und Hügeln zurück, um dort in verrzweigten Höhlen zu lauern und ihre Beute meilenweit zu jagen.
Das war der Anfang der Stämme. Der Waldstamm und der Bergstamm war entstanden. Sie herrschten über feste Gebiete, die sie vor den anderen Stamm bewachten und beherrschten. Sie waren nicht richtig verfeindet mit den anderen Stamm, doch auch nicht befreundet. Zusammen formten sie Gesetze und es bildete sich ein neutraler Bund, doch Kämpfe entbrachen häufig. Diese edlen Gesetze führten sie weiter aus, sodass nicht die Unschuldigen und Verwehrlosen aus den Stämmen kaltblütig ermordet worden. Die Heiler der Stämme trafen sich jeden Vollmond und tauschten Erfahrungen aus, sodass kein Stamm sich beim anderen mit tödlichen Krankheiten ansteckte. Der Rest des Stamms traf sich ab da jeden Halbmond im Frieden um Probleme zu lösen und sich ebenfalls auszutauschen.
So began eine Ära des Friedens, bis auf Grenzstreitigkeiten und Probleme mit Füchsen, Dachsen und Zweibeinern gab es keine erbitterten Kämpfe. Eines Tages jedoch kam aus den Schatten heraus ein neuer Stamm. Sie nannten sich den Nachstamm und eroberten sich mit verheerenden Kampfstil kaltblütig die Klippenlandschaft. Irgendwann gaben die anderren zwei Stämme auf, gegen den größeren und brutaleren Nachtstamm zu kämpfen und nahmen ihn in der Gemeinschaft auf. Sie teilten ihr wissen mit ihm, brachten ihn jeden Halbmond zu der Versammlung aller Stämme und seine Heiler trafen sich mit den anderen Heilern. Später stellte sich heraus, dass der Nachtstamm ebenso wie die anderen Stämme einst aus den Zweibenerorten kam. Auch sie bildeten eine Gemeinschaft, doch sie wurden immer wieder von anderen Katzen und Zweibeinern und Tieren vertrieben. So zogen sie das letzte Mal hinaus ins Umbekannte, bereit für eine neue Heimat zu sterben. Und diese hatten sie hier gefunden.
Seit dem leben drei Stämme am See, im Wald und auf den Wiesen. Drei Stämme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder mit Stärken, jeder mit Schwächen, doch ihre größte Stärke ist die Gemeinschaft.
Das Leben der Stämme hatte begonnen.
Verteidige deinen Stamm, selbst wenn es dein Leben kostet.
Du darfst dich mit Katzen anderer Stämme anfreunden, aber deine Loyalität gilt stets deinem eigenen Stamm.
Im Territorium eines anderen Stamms darfst du niemals jagen und es auch nicht betreten.
Älteste, Königinnen und Junge werden zuerst mit Beute versorgt, vor den Schülern und Kriegern.
Beute wird nur erlegt, um sich davon zu ernähren. Danke dem Stamm der ewigen Jagd für jedes Leben.
Ein Junges muss mindestens sechs Monde alt sein, bevor es zum Schüler ernannt wird.
Eine Katze kann nicht zum Zweiten Anführer ernannt werden, bevor sie wenigstens einmal Mentor eines Schülers gewesen ist.
Wenn ein Anführer zurücktritt oder verstirbt, tritt sein Zweiter Anführer die Nachfolge an.
Jeden Halbmond treffen sich alle Stämme zu einer Großen Versammlung. In dieser Nacht dürfen die Stämme nicht gegeneinander kämpfen.
Territoriumsgrenzen sind täglich zu kontrollieren und zu markieren. Katzen, die unbefugt eindringen, müssen verjagt werden.
Ein Krieger darf ein Junges in Not oder Gefahr niemals im Stich lassen, selbst, wenn es zu einem fremden Stamm gehört.
Das Wort des Anführers eines Stammes ist Gesetz.
Ein ehrbarer Krieger tötet keine Katzen, um eine Schlacht zu gewinnen, es sei denn, ein Gegner hält sich nicht an das Gesetz der Stämme oder bedroht sein Leben.


















In einem Stamm gibt es verschiedene Ränge:
Junges: Junges ist das Neugeborene eines Stamms. Junges ist man für 6 Monde (Monate). Junge dürfen die Lager nicht ohne Begleitung von einem Krieger verlassen.
Schüler: Schüler werden von Mentoren unterrichtet und geprüft. Sie müssen sich um die Ältesten kümmern und niedrigere Pflichten zum Wohle des Stammes erfüllen. Sie werden unterrichtet im Kämpfen und Jagen. Schüler ist man, bis man vom Anführer zum Krieger ernannt wird.
Heilerschüler: Es gibt nur einen Heilerschüler in einen Stamm. Der Heilerschüler wird vom Heiler ausgewählt und ausgebildet in der Kräuterkunde, Heilkunst und darin mit dem Stamm der ewigen Jagd zu kommunizieren.
Krieger: Krieger sind die ausgebildeten, erwachsenden Katzezn des Stamms, die in die Schlacht ziehen, jagen, auf Patroulliere gehen und zur Halbmondversammlung. An oberster Stelle steht der Stamm und sie müssen sich an das Gesetz der Stämme halten. Einige Krieger unterrichten Schüler, sie nennen sich dann noch Mentor.
Heiler: Der Heiler kümmert sich um die Gesundheit des Stamms und um heilkräuter. Er bekommt manchmal Zeichen vom Stamm der ewigen Jagd oder Prophezeiungen und Warnungen.
Älteste: Die Ältesten sind Krieger, die sich zur Ruhe gesetzt haben. Ihre Weisheit wird gerühmt und sie erzählen viele Geschichten.
Zweiter Anführer: Der Zweite Anführer ist der Stellvertreter des Anführers. Wenn der Anführer stirbt, wird er selbst Anführer. Zweite Anführer kümmern sich um die Patroullieren und Jagden.
Anführer: Der Anführer eines Stamms hat neun Leben vom Stamm der ewigen Jagd bekommen und fällt alle Entscheidungen für den Stamm. Sein Wort ist Gesetz.
</